Wie alles kam...

 

 

Schon seit früher Jugend bin ich naturbegeistert, als Kind natürlich vor allem zunächst für Tiere mit Fell, alsbald jedoch auch für Amphibien. Diese und ein Terrarium , das mein Vater mir baute(danke, Papa!) bescherten mir letztlich wohl die entscheidenden Schlüsselerlebnisse für eine bis heute anhaltende Naturerlebnissucht und Naturbegeisterung. Vögel, ein erstes Fernglas, im Studium ein gebrauchtes Spektiv und dann eine Spiegelreflexkamera waren weitere Stationen; unzählige Exkursionen allein oder mit Gleichgesinnten vertieften die Begeisterung. Damals habe ich mich gegen ein Biologiestudium entschlossen, da ich Sorge hatte, in die Arbeitslosigkeit zu studieren.
Stattdessen studierte ich Medizin und bin noch immer begeistert in der Akutmedizin tätig. Die Biologie ist Hobby geblieben, zunehmend gewann im Laufe der Zeit die Fotografie dabei an Bedeutung. Die fotografische Auseinandersetzung mit dem Motiv vertiefte immer auch den Blick für das Detail –auch bezogen auf das biologische Hintergrundwissen. Mit Ende 20 begann ich- damals noch mit meinem Ehemann Carsten- naturkundliche Vorträge beim NABU Flensburg zu halten. Da waren wir natürlich noch analog unterwegs, die Begeisterung war aber schon dieselbe wie heute.
Reisen führten uns damals mehrfach nach Schweden, Ungarn, Grönland, Schottland, Frankreich und immer wieder nach Spanien in die Extremadura.

Orchideen, Fledermäuse, Reptilien, Schmetterlinge und Libellen waren dabei neben der Ornithologie neue Themenfelder, die wir uns teilweise auch mit Hilfe von Seminaren erarbeiteten.

Als Carsten 2009 nach schwerer Krankheit leider verstarb, habe ich mein Hobby zunächst allein weiter vertieft. Ich kaufte die erste Digitalkamera, blieb dabei der Marke Nikon treu, mit der ich-trotz gelegentlicher Neckereien durch mir näher bekannte Canonfotografen - noch immer arbeite. Weitere Kameras und zahlreiche Objektive mit Brennweiten bis 500 mm plus Konverter folgten. Ohne diese wäre Vogelfotografie nicht in diesem Maße möglich. Die Technik wurde und wird immer besser, wiegt einschließlich Stativen und sonstigem Zubehör aber immer noch gefühlte Zentner.  Viele Menschen aus meinem Bekanntenkreis wundern sich wohl über mein schräges Hobby...

...Zum Glück gibt es allerdings auch andere Menschen mit dem gleichen schrägen Hobby!
Und so hatte ich 2011 das große Glück, Thorsten zu treffen und mit dieser neuen Liebe nun erst recht und ziemlich exzessiv in die Naturfotografie einzusteigen. Neben Arbeit, familiären u.a. Pflichten nutzen wir so ziemlich jede freie Stunde, um gemeinsam Freud und Leid der Naturfotografie zu teilen. Tatsächlich ist auch ziemlich viel Leid dabei, denn die Natur ist bekanntermaßen unberechenbar, mitunter launisch(nicht nur das Wetter) und ihre Bewohner sind häufig nicht kooperativ. So sind Geduld, Ausdauer und hohe Frustrationstoleranz die wichtigste Voraussetzung für diese schöne Freizeitbeschäftigung. Gleich nach der Bereitschaft, in tiefster Nacht aufzustehen, um (auch im Sommer!)schon vor Sonnenaufgang an irgendeinem magischen Ort zu sein und etwas Tolles zu erleben. Irgendwas erlebt man tatsächlich immer. Zu guten Fotos zu kommen, ist dagegen durchaus nicht selbstverständlich. Aber übers Jahr kommt doch immer etwas zusammen. Deshalb musste auch jetzt diese Homepage her.
Warum noch? In Gesprächen mit Bekannten und Kollegen stelle ich immer wieder fest, dass es alle toll finden, was wir machen. Aber auch, wie wenig Bezug zur Natur viele Menschen heute haben, wie erschreckend gering die Artenkenntnis ist und deshalb auch oft wenig Verständnis für den dringend notwendigen Schutz der Natur aufgebracht wird. Sowohl in meinen Vorträgen als auch mit den Bildern auf dieser Homepage möchte ich deshalb andere Menschen mit meiner Begeisterung für die Schönheit der Natur anstecken und ihre Schutzwürdigkeit deutlich machen.

Auch wenn ich in Sachen Bildbearbeitung noch in den Kinderschuhen stecke - also wieder eine neue Herausforderung- möchte ich übrigens heute nicht mehr zurück in die analoge Welt der Fotografie. Der Betrachter möge es mir nachsehen, wenn ich in der Bildbearbeitung noch viel Luft nach oben habe. Der Computer gehört im Gegensatz zur Natur nicht zu den Dingen, die mich begeistern. Ich arbeite aber dran...

Dagmar Paysen

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